Öffnet in einem neuen Tab

Dammtorstraße 27, 20354 Hamburg

Kindliche Hörstörungen & Wahrnehmung

Wenn Hören nicht gleich Verstehen ist

Nicht jede Hörschwäche liegt an den Ohren selbst. Häufig liegt die Ursache tiefer: Die Ohren leiten zwar alle Geräusche korrekt weiter, aber das Gehirn kann diese Informationen nicht fehlerfrei verarbeiten. Man spricht hier von einer auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung (AVWS).

Diagnostik

Spezialisierte Diagnostik durch langjährige Erfahrung

Mit Dr. med. Rosemarie Neumann verfügt unsere Praxis über eine ausgewiesene Expertin auf diesem Spezialgebiet. Wir führen umfassende Untersuchungen durch, um die zentralen Hörleistungen Ihres Kindes präzise zu analysieren:

Richtungsgehör

Woher kommt das Geräusch?

Störschall-Nutzschall-Trennung

Kann das Kind die Stimme des Lehrers aus dem allgemeinen Klassenlärm herausfiltern?

Auditive Merkfähigkeit

Wie gut können gehörte Informationen im Gedächtnis behalten werden?

Klanggestaltergänzung

Werden unvollständige Wörter korrekt im Kopf ergänzt?

Ab dem Grundschulalter

Diese spezialisierten Untersuchungen führen wir bei Kindern ab dem Grundschulalter durch.

Folgen

Zusammenhänge erkennen

Schwierigkeiten bei der auditiven Wahrnehmung können weitreichende Folgen haben. Sie sind häufige Mitursachen für:

  • Lese-Rechtschreibstörungen (LRS)
  • Sprachentwicklungsverzögerungen
  • Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Hörüberempfindlichkeit (Hyperakusis)

Häufige Fragen

FAQ zu kindlichen Hörstörungen

Mein Kind hört den Fernseher laut, aber versteht mich oft nicht – ist das eine Wahrnehmungsstörung?

Das kann ein Anzeichen sein. Wenn das Gehirn Sprache nicht effizient von Umgebungsgeräuschen trennt, wirkt es oft so, als würde das Kind „auf Durchzug schalten“. Eine AVWS-Diagnostik kann hier Klarheit bringen.

Warum werden diese Tests erst ab dem Grundschulalter gemacht?

Für die komplexen Tests zur Hörverarbeitung ist eine gewisse Reife des zentralen Nervensystems sowie eine konstante Konzentrationsfähigkeit über einen längeren Zeitraum nötig. Erst ab ca. 6 bis 7 Jahren liefern die Ergebnisse eine verlässliche Diagnose.

Kann man eine auditive Wahrnehmungsstörung therapieren?

Ja. Sobald wir die spezifischen Schwachstellen identifiziert haben (z. B. die Störschall-Trennung), kann dies durch gezielte logopädische Therapie oder spezielles Hörtraining deutlich verbessert werden. Auch die Beratung für den Schulalltag ist ein wichtiger Teil unserer Leistung.